Dres. Arnold Ihre Tierärzte in Ankum - Barth - Lützen | Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt

Tränkewasserhygiene

Empfehlungen

Wann sollte eine Desinfektion durchgeführt werden?

Allgemeine Infektionsprophylaxe

Maßnahmen gegen die Erregereinschleppung in einen Tierhaltungsbetrieb

Maßnahmen gegen die Erregerverbreitung in einen Tierhaltungsbetrieb

Tipps zur Reinigung in der Tierhaltung

Tipps zur Desinfektion in der Tierhaltung

Arten von Desinfektionsmitteln

Ausbringungstechnik von Desinfektionsmitteln

Eiweißfehler

Faktoren, die die Wirkung der Desinfektion beeinflussen

Tränkewasserhygiene

Kontrolle der durchgeführten Desinfektionsverfahren

Tränkewasserhygiene

Tränkwasser für alle land­wirt­schaft­li­chen Nutztiere sollte generell Trink­was­ser­qua­li­tät haben. Die Qualität von Trinkwasser ist in der Trink­was­ser­ver­ord­nung festgelegt.

Um eine optimale Tränkwasserqualität si­cher­zu­stel­len gehört zu jeder Stall­rei­ni­gung und Desinfektion auch eine Rei­ni­gung und Desinfektion der Trink­was­ser­lei­tung­en. Dazu müssen Was­ser­res­te aus den Leitungen entfernt wer­den und alle beweglichen Teile des Tränk­sys­tems systematisch abgebaut und gereinigt sowie desinfiziert wer­den.
Dann kann das gesamte Lei­tungs­sys­tem durch die Füllung der vorher ge­säu­ber­ten Vorlaufbehälter mit einem ge­eig­ne­ten Desinfektionsmittel des­in­fi­ziert werden. Dabei ist si­cher­zu­stel­len, dass dies ganze Anlage mit Des­in­fek­tions­mit­tel­lö­sung gefüllt ist. Das Des­in­fek­tions­mit­tel sollte dann für 24 Stun­den im Leitungssystem stehen und anschließend entfernt werden. Die­ser Vorgang muss bei besonders stark verschmutzen Leitungen (z.B. durch häufigen Medikamenteneinsatz oder nach langer Benutzung ohne zwi­schen­zeit­li­che Desinfektion) ge­ge­be­nen­falls mehrfach wiederholt werden, bis alle Rückstände aus Schmutz, Al­gen und Medikamentenrückständen rest­los entfernt sind, um so po­ten­tiel­len Krankheitserregern (z.B. E.coli) die Nah­rungs­grund­lage zu entziehen. An­schlie­ßend ist das Leitungssystem mit aus­rei­chend klarem Wasser nach­zu­spü­len, damit keine Des­in­fek­tions­mit­tel­res­te in den Leitungen verbleiben.

Darüber hinaus ist es auch möglich im be­setz­ten Stall eine regelmäßige An­säu­e­rung des Tränkwassers durch­zu­füh­ren, um den Keimdruck in den Lei­tung­en des Tränkesystems deutlich zu re­du­zie­ren.